Antragstellung

Die Förderung wird nach Maßgabe der „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative ,Ein Netz für Kinder‘“ sowie den §§ 23, 44 (einschließlich der einschlägigen Allgemeinen Verwaltungsvorschriften) der Bundeshaushaltsordnung (BHO) gewährt. Zuwendungsgeberin ist demnach die BKM. Die Abwicklung der Förderung erfolgt durch die Geschäftsstelle „Ein Netz für Kinder“ in der Filmförderungsanstalt (FFA). Bewilligungsbehörde ist demnach die FFA.

Für die Antragstellung benötigen Sie entweder das Antragsformular für die Förderung der Mobilfähigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten oder das Antragsformular für die Förderung der Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten (jeweils PDF). Darin beschreiben Sie Ihr Projekt in inhaltlicher, organisatorischer und finanzieller Hinsicht. Das Kalkulationsschema unterstützt Sie durch automatische Berechnungen bei der Überprüfung Ihres im Antragsformular integrierten Finanzierungsplans.

Bitte beachten Sie, dass die wirtschaftliche und sparsame Kalkulation anhand von Vergleichsangeboten inklusive Leistungsverzeichnissen/Pflichtenheften nachzuweisen ist. Um die geschlossene Gesamtfinanzierung zu belegen, sind Kontoauszüge, Förderzusagen etc. beizufügen.

Lesen Sie bitte die „Häufigen Fragen“ auf dieser Seite, um sicherzugehen, dass Ihre Antragsunterlagen korrekt ausgefüllt sind und alle notwendigen Angaben enthalten. Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsstelle „Ein Netz für Kinder“ gern zur Verfügung.

1. Welche Maßnahmen können gefördert werden?

Mobilfähigkeit:

Gefördert werden können Maßnahmen zur technischen Umrüstung der Internetseite oder einzelner Module auf eine auch zur Wiedergabe auf mobilen Endgeräten bestimmten Version, das heißt auf eine responsive Internetseite oder eine App. Dabei kann es sich um die Herstellung oder den Ausbau der Mobilfähigkeit handeln. Internetseiten, die mit mobilen Endgeräten noch gar nicht nutzbar sind, können erstmalig zu responsiven Internetseiten oder Apps umgerüstet werden. Für Internetseiten, die bisher nur in Teilen mobil sind oder die nach einer vor einigen Jahren erfolgten Umstellung auf mobile Endgeräte inzwischen nur noch mit deutlichen Einschränkungen nutzbar sind, kann ebenfalls eine Förderung beantragt werden.

Die Internetseiten und Apps sollten auf Basis zeitgemäßer und marktüblicher Standards (insbesondere HTML5) für die auf dem Markt gängigen Smartphones und Tablets sowie die verschiedenen Bildschirmauflösungen, -formate u.Ä. dieser mobilen Endgeräte programmiert werden. Da der Flash Player von Adobe ab 2020 nicht mehr weiterentwickelt und verbreitet wird, kann eine Umsetzung mit Adobe Flash nicht gefördert werden. Dies würde der Nachhaltigkeit des Angebots entgegenstehen, ginge daher nicht mit den übergeordneten Zielen des Förderprogramms einher und wäre aus zuwendungsrechtlichen Gründen folglich nicht tragfähig. Falls einzelne bestehende Module, Rubriken oder Inhalte der Internetseite mit Adobe Flash programmiert wurden und nicht neu programmiert werden können, ist zu erläutern, warum in diesem Fall nicht auf Adobe Flash bzw. die hiermit programmierten Elemente verzichtet werden kann.

Es sollte zudem möglichst auf den Einsatz von Plugins zur Wiedergabe von Multimedia-Formaten verzichtet werden. Das Herunterladen und Installieren von Plugins stellt für die Zielgruppe der jungen Nutzer/innen eine zusätzliche Hürde dar. Der Einsatz entsprechender Plugins kann folglich zu einer verminderten Reichweite der Internetseite führen.

Bei der technischen Umrüstung sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Ladezeiten für die Nutzer/innen möglichst kurz sind, um die Attraktivität des Angebots auch in technischer Hinsicht sicherzustellen.

Nicht gefördert werden können die Herstellung oder der Ausbau von Mobilfähigkeit von Internetseiten oder einzelnen Modulen, für die bereits in der Vergangenheit im Rahmen von „Ein Netz für Kinder“ Fördermittel für die Programmierung eines zeitgemäßen responsiven Webdesigns oder einer App ausgereicht wurden.

Bereits begonnene sowie abgeschlossene Maßnahmen dürfen nicht gefördert werden.

Mehrsprachigkeit:

Gefördert werden können Maßnahmen zur Übersetzung der Internetseite oder einzelner Module durch Übersetzer/innen mit Befähigungsnachweis, insbesondere in eine oder zwei der folgenden Fremdsprachen: Arabisch, Farsi, Türkisch, Russisch und Englisch.

Nicht gefördert werden können die Herstellung oder der Ausbau von Mehrsprachigkeit von Internetseiten oder einzelnen Modulen, für die bereits in der Vergangenheit im Rahmen von „Ein Netz für Kinder“ Fördermittel für die Übersetzung in zwei oder mehr Fremdsprachen ausgereicht wurden.

Bereits begonnene sowie abgeschlossene Maßnahmen dürfen nicht gefördert werden.

 

2. Wer kann eine Förderung beantragen?

Anträge zur Förderung der Mobilfähigkeit oder Mehrsprachigkeit können natürliche Personen mit Wohnsitz oder ständigem Aufenthalt in Deutschland sowie juristische Personen mit Sitz in Deutschland stellen, die mindestens eine kindgerechte, deutschsprachige Internetseite betreiben.

Die Förderung kann sowohl für Internetseiten beantragt werden, die in der Vergangenheit im Rahmen von „Ein Netz für Kinder“ gefördert wurden, als auch für Internetseiten, die ohne Förderung von „Ein Netz für Kinder“ entstanden sind und weiterentwickelt wurden.

 

3. Was ist mit Nutzungskontext gemeint?

Es ist der erwartete bzw. beabsichtigte Nutzungskontext zu beschreiben. Dazu gehört unter anderem, ob die Internetseite für die Schule oder Freizeit relevant ist oder ob sie eher zu Hause oder unterwegs abgerufen werden soll. Diese Angaben spielen insbesondere im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit auf verschiedenen Endgeräten eine Rolle, etwa mit Blick auf die Bildschirmgrößen, die Gerätefunktionen oder die Online-/Offlinenutzung.

 

4. Welche Voraussetzungen müssen die bestehenden Internetseiten erfüllen?

Gefördert werden können deutschsprachige Internetseiten, die mindestens eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Die Internetseite hatte in den letzten drei Jahren vor Antragstellung, das heißt von Oktober 2014 bis September 2017, oder bei neueren Internetseiten seit ihrem Bestehen durchschnittlich mehr als 10.000 Visits pro Monat. Als Visits sind Besuche einer Internetseite zu verstehen, bei denen die Nutzer/innen eine oder mehrere Unterseiten der Internetseite aufrufen. Die monatlichen Visits in den letzten drei Jahren sind bei Antragstellung durch Statistiken aus dem jeweils verwendeten Webanalyse-Tool zu belegen.

oder:

Die Internetseite hat in den letzten drei Jahren vor Antragstellung, das heißt von Oktober 2014 bis September 2017, mindestens eine der folgenden Auszeichnungen erhalten:

  • Comenius EduMedia Auszeichnung
  • Dieter-Baacke-Preis
  • digita – Deutscher Bildungsmedienpreis
  • Europäischer KinderOnlinePreis
  • GIGA-Maus
  • Goldener Spatz – Wettbewerb Online
  • Grimme Online Award
  • KinderMedienPreis der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Kinder-Online-Preis des MDR-Rundfunkrats
  • klicksafe Preis für Sicherheit im Internet
  • Pädi (Pädagogischer Interaktiv-Preis)
  • Qualitätssiegel des Erfurter Netcodes
  • TOMMI Kindersoftwarepreis
  • Sonstige renommierte Auszeichnung im Bereich digitaler Angebote für Kinder

Dies ist bei Antragstellung durch beigefügte Kopien der Urkunden, Pressemitteilungen o.Ä. zu belegen.

und:

Außerdem ist im Rahmen der Antragstellung für die Internetseite tragfähig zu begründen, dass und in welchem Maße die beantragte Maßnahme zur Herstellung oder zum Ausbau von Mobilfähigkeit oder Mehrsprachigkeit die Bekanntheit und damit die Vermarktungschancen des Angebots nachhaltig erhöht. Dies kann unter anderem durch die Vorlage eines „Fahrplans“ für die nächsten drei bis fünf Jahre (nach Umsetzung der beantragten Maßnahme) und einer entsprechenden Übersicht geplanter kurz- und mittelfristiger Schritte und Meilensteine (u.a. in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung, Kooperationen) belegt werden. Hierbei könnten Maßnahmen zur Erschließung neuer Zielgruppen berücksichtigt werden. Zudem sollten Angaben zur geplanten weiteren Finanzierung gemacht werden. (vgl. Nr. 18)

5. Was sind besonders begründete Ausnahmefälle?

In folgenden Konstellationen kann gemäß den „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative „,Ein Netz für Kinder‘“ nur in besonders begründeten Ausnahmefällen Förderung gewährt werden:

  • Es wird sowohl die Herstellung oder der Ausbau von Mobilfähigkeit als auch die Herstellung oder der Ausbau von Mehrsprachigkeit beantragt.
  • Die angebotsbezogenen Voraussetzungen gemäß Nr. 4 Abs. 1 der Förderrichtlinien (mindestens 10.000 Visits oder renommierte Auszeichnung im Bereich digitaler Angebote für Kinder) sind nicht erfüllt.
  • Der beantragte Zuschuss beträgt mehr als 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Es wird die Herstellung oder der Ausbau von Mobilfähigkeit sowohl durch eine responsive Internetseite als auch durch eine App beantragt.
  • Es wird die Herstellung oder der Ausbau von Mehrsprachigkeit durch die Übersetzung in mehr als zwei Fremdsprachen beantragt.

Da es sich um Ausnahmeregelungen handelt, besteht in diesen Fällen ein außerordentlich hohes Begründungserfordernis. Das heißt, die Erläuterungen müssen über die unter Nr. 16 der „Häufigen Fragen“ beschriebenen Begründungen hinausgehen und aufzeigen, inwiefern die betreffende Internetseite von herausragender Qualität ist und eine besondere Bereicherung für die deutsche Landschaft im Bereich Kindermedien darstellt.

 

6. Wann darf mit der Maßnahme begonnen werden?

Bei der Projektförderung gilt nach Verwaltungsvorschrift Nr. 1.3 zu § 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) der Grundsatz, dass Zuwendungen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind. Mit der Umsetzung der beantragten Maßnahme darf demnach grundsätzlich erst zum Zeitpunkt der Bewilligung der Zuwendung, also bei Eintreten der Bestandskraft des Zuwendungsbescheids, begonnen werden. Als Maßnahmebeginn ist dabei grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags zu werten.

Die Bewilligungsbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen zulassen. Falls beabsichtigt ist, mit der beantragten Maßnahme schon vor Bewilligung der Zuwendung zu beginnen, ist ein formloser und begründeter Antrag auf Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns bei der Geschäftsstelle „Ein Netz für Kinder“ in der Filmförderungsanstalt (FFA) zu stellen. Diese kann den vorzeitigen Maßnahmebeginn in begründeten Ausnahmefällen nach entsprechender Prüfung genehmigen und die Förderung unverbindlich in Aussicht stellen. Aus dieser Genehmigung kann kein Anspruch auf Förderung abgeleitet werden! Erst nach schriftlicher Genehmigung durch die Geschäftsstelle „Ein Netz für Kinder“ darf auf eigenes finanzielles Risiko mit der Maßnahme begonnen werden.

Im Rahmen dieses Förderprogramms kann eine solche Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns grundsätzlich frühestens nach der Sitzung der Vergabejury und mit Vorliegen entsprechender Fördervorschläge an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) erfolgen, soweit alle sonstigen Fördervoraussetzungen ebenfalls vorliegen.

 

7. In welchem Zeitraum kann die Maßnahme umgesetzt werden?

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel sechs Monate. Im begründeten Einzelfall kann er bis zu zwölf Monaten betragen. Im Fall einer positiven Förderentscheidung werden die Zuwendungsbescheide voraussichtlich im Januar 2018 verschickt, sodass mit der Maßnahme in 2018 begonnen werden kann.

 

8. Welche Angaben enthält der Projektplan (Arbeitsplan, Personal- und Kostenplan)?

Arbeitsplan:

Der Arbeitsplan sollte die zeitliche Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte zur Durchführung der beantragten Maßnahme umfassen. Der Zeitpunkt des Relaunchs oder Launchs des Angebots ist mit Datum anzugeben. Zudem sollte begründet werden, warum dieser Zeitpunkt für die Veröffentlichung anvisiert wird, z.B. warum dann eine besonders große Aufmerksamkeit der Medien oder Nutzer/innen zu erwarten ist. Der Arbeitsplan sollte in der Regel den Umfang einer Seite haben und kann gern tabellarisch eingereicht werden.

Personal- und Kostenplan:

Aus dem Personal- und Kostenplan sollte hervorgehen, wie die projektbezogenen Arbeiten mit dem Personal des externen Dienstleisters auf der Basis von Tagessätzen, Halbtagessätzen oder Stundensätzen veranschlagt werden. Der Umfang und der Grad der Detaillierung des Personal- und Kostenplans sollten der Komplexität der beantragten Maßnahme angemessen sein. Eine Vorgabe zur Seitenanzahl gibt es nicht.

Auf die Vorlage eines separaten Personal- und Kostenplans kann verzichtet werden, wenn sich die Angaben hinreichend aus dem Angebot des ausgewählten externen Dienstleisters ergeben.

 

9. Welche Ausgaben können als zuwendungsfähig anerkannt werden?

Mobilfähigkeit:

Für die Herstellung oder den Ausbau der Mobilfähigkeit können nur Ausgaben für die technische Umrüstung auf eine auch zur Wiedergabe auf mobilen Endgeräten bestimmte Version (responsive Internetseite oder App) anerkannt werden.

Ausgaben für Webdesign können nur anerkannt werden, wenn diese in direktem Zusammenhang mit der technischen Umrüstung stehen, etwa zur Anpassung der Grafik oder des Menüs an die mobile Version. In diesem Fall empfiehlt sich regelmäßig eine Umsetzung der Programmierung und des Webdesigns durch nur einen externen Dienstleister („aus einer Hand“). Ein generelles Redesign der Internetseite ist im Rahmen der „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative ,Ein Netz für Kinder‘“ nicht anerkennungsfähig.

Mehrsprachigkeit:

Für die Übersetzung der Internetseite oder einzelner Module können nur die Ausgaben für die Übersetzung in eine oder zwei Fremdsprachen durch Übersetzer/innen mit Befähigungsnachweis, insbesondere Beeidigung/Vereidigung, anerkannt werden.

Ausgaben für die Vertonung durch Sprecher/innen können nur anerkannt werden, wenn zuvor bereits deutschsprachige Audio- oder Videoinhalte auf der Internetseite verfügbar waren und infolge der beantragten Übersetzung der Internetseite oder einzelner Module neu vertont werden müssen. Ausgaben für Programmierung und Webdesign können nur anerkannt werden, wenn diese in direktem Zusammenhang mit der Übersetzung entstehen, etwa zur Erweiterung der Menüführung zum Wechseln zwischen den Sprachen oder zur Einbindung neu vertonter Audio- und Videoinhalte. In diesem Fall empfiehlt sich eine Umsetzung der Programmierung und des Webdesigns durch nur einen externen Dienstleister („aus einer Hand“).

 

10. Welche Anforderungen werden an die Angebote und Leistungsverzeichnisse/Pflichtenhefte gestellt?

Für die Prüfung durch die Geschäftsstelle „Ein Netz für Kinder“ und die Bewertung durch die Vergabejury müssen aus den Angeboten und Leistungsverzeichnissen/Pflichtenheften mindestens folgende Angaben hervorgehen:

  • Name, Anschrift und Steuernummer des Dienstleisters
  • Name und Anschrift des Adressaten (identisch mit Antragsteller/in)
  • Bezug zur beantragten Maßnahme, zum Beispiel durch Nennung der Internetseite und der Stichworte Mobilfähigkeit oder Mehrsprachigkeit
  • Art und Umfang der angebotenen Leistungen aufgeschlüsselt nach einzelnen Positionen und möglichst genau beschrieben (vgl. insbesondere notwendige Angaben zur Mobilfähigkeit oder Mehrsprachigkeit im Antragsformular und Nr. 1 der „Häufigen Fragen“, bei Mobilfähigkeit inkl. Angabe der unterstützten Smartphones und Tablets sowie Bildschirmauflösungen, -formate u.Ä.)
  • Zeitplan für die Umsetzung der Leistungen
  • Personelle Struktur des Teams und zuständige/r Projektleiter/in
  • Aufschlüsselung der Ausgaben nach einzelnen Positionen
  • Angabe der Tages-, Halbtages- oder Stundensätze
  • Bei Übersetzer/innen Angabe des Preises pro angefangene 55 Anschläge o.Ä., bei Sprecher/innen Angabe der Minuten o.Ä.
  • Angabe der Gesamtsumme der Ausgaben netto und brutto
  • Ggf. Angaben zur Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz (UStG)
  • Bei Übersetzung zusätzlich ein Befähigungsnachweis der/des Übersetzers/in, insbesondere Beeidigung/Vereidigung
  • Bei Übersetzung und Vertonung von Audio- oder Videoinhalten zusätzlich eine Bestätigung, dass die/der Übersetzer/in die von der/vom Sprecher/in vertonten Inhalte vor der Veröffentlichung abnimmt

Es werden grundsätzlich nur Angebote mit pauschaliertem Festpreis und einem detaillierten Leistungsverzeichnis/Pflichtenheft anerkannt. Alle in den Angeboten enthaltenen Leistungen müssen als verbindlich kalkulierte Positionen erkennbar sein. Es dürfen keine optionalen Positionen aufgeführt sein.

Die Angebote, Leistungsverzeichnisse/Pflichtenhefte und Befähigungsnachweise sind bei Antragstellung in Kopie vorzulegen. Die Originale verbleiben bei den Antragsteller/innen.

 

11. Wie ist die Wirtschaftlichkeit des ausgewählten Angebots zu begründen?

Um einzuschätzen, ob die beantragte Maßnahme mit den veranschlagten Mitteln realisiert werden kann und ob wirtschaftlich und sparsam kalkuliert wurde, sind die Ausgaben bei Antragstellung mit je drei Angeboten zu belegen. Die Antragsteller/innen wählen das wirtschaftlichste Angebot aus, begründen ihre Auswahl im Antrag schriftlich und tragen die Ausgaben in den Finanzierungsplan ein. Die beiden anderen Angebote sind bei Antragstellung zum Vergleich beizufügen.

Das wirtschaftlichste Angebot ist das Angebot, das im Verhältnis von Preis und Leistung am besten abschneidet. Es ist demnach nicht zwangsläufig gleichzusetzen mit dem günstigsten Angebot. Gründe für Wirtschaftlichkeit können unter anderem sein: niedrige Ausgaben für die Umsetzung, erwartete hohe Qualität in der Umsetzung, Erfahrungen und Referenzen des Dienstleisters, Verlässlichkeit des Dienstleisters, Zeitraum bzw. Fristen für die Umsetzung und entstehende Folgekosten.

 

12. Um welche Finanzierungsform und -art handelt es sich?

Bei der Förderung handelt es sich um eine nicht rückzahlbare Zuwendung (Zuschuss). Die Zuwendung wird einmalig als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung mit Begrenzung auf einen Höchstbetrag gewährt.

Bei der Anteilfinanzierung beteiligt sich die/der Fördermittelgeber/in mit einem bestimmten Prozentsatz an den zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei der Auszahlung der Fördermittel darf die Zuwendung nur anteilig mit den eigenen Finanzmitteln und etwaigen Drittmitteln in Anspruch genommen werden. Ermäßigen sich die Ausgaben, erhöhen sich die Deckungsmittel oder kommen neue Deckungsmittel hinzu, verringern sich die Fördermittel anteilig mit den eigenen Finanzmitteln und etwaigen Drittmitteln.

 

13. Welche Fördersumme kann beantragt werden?

Es können grundsätzlich bis zu 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben als Zuwendung gewährt werden.

Mobilfähigkeit:

Bei Maßnahmen zur technischen Umrüstung der Internetseite oder einzelner Module auf eine auch zur Wiedergabe auf mobilen Endgeräten bestimmte Version beträgt die Förderung maximal 50.000,00 €.

Mehrsprachigkeit:

Bei Maßnahmen zur Übersetzung der Internetseite oder einzelner Module in eine oder zwei Fremdsprachen beträgt die Förderung maximal 25.000,00 €.

 

14. Was ist im Fall einer Berechtigung zum Vorsteuerabzug zu beachten?

Die/der Antragsteller/in klärt vor der Antragstellung mit ihrer/ihrem Steuerberater/in oder dem für sie zuständigen Finanzamt, ob sie/er allgemein bzw. für die beantragte Maßnahme zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

Wenn die/der Antragsteller/in zum Vorsteuerabzug nach § 15 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) berechtigt ist, sind im Antrag alle Ausgaben ohne Umsatzsteuer anzugeben. Da die Anerkennung der Umsatzsteuer in diesem Fall nicht möglich ist, kann die Umsatzsteuer im Fall einer Förderung auch nicht aus den Fördermitteln gezahlt werden, sondern es müssen hierfür eigene Finanzmittel oder Drittmittel bereitgehalten werden.

 

15. Was ist bei der barrierefreien/-armen Umsetzung und den inklusiven Ansätzen zu beachten?

Die Förderung leistet gemäß den „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative ,Ein Netz für Kinder‘“ einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie zur Integrationspolitik der Bundesregierung. Daher ist im Antragsformular darzustellen, inwiefern die Internetseite bereits barrierefrei/-arm umgesetzt ist und ob inklusive Ansätze verfolgt werden. Mit Blick auf die beantragte Maßnahme ist zu erläutern, ob die barrierefreie/-arme Gestaltung verbessert und die inklusiven Ansätze erweitert werden. Die Ausführungen können beispielsweise die folgenden Punkte umfassen:

  • Umsetzung gemäß der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) oder den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) des World Wide Web Consortium (W3C)
  • Realisierung einzelner Maßnahmen, z.B. Verwendung von HTML-Strukturelementen, mit Screenreadern lesbare Texte, skalierbare Schrift, kontrastreiche Farbgestaltung, Alternativtexte für Bedienelemente und Grafiken, Vertonung von Texten, Audiodeskriptionen, Videos mit Untertiteln, Bedienbarkeit mit der Tastatur, Verzicht auf blinkende Elemente, Kennzeichnung sprachlicher Besonderheiten, Leichte Sprache, Gebärdensprache

 

16. Wie ist die Notwendigkeit der beantragten Maßnahmen zu begründen?

Mobilfähigkeit:

Für die Herstellung oder den Ausbau von Mobilfähigkeit ist zunächst dezidiert zu dazulegen, warum eine responsive Internetseite oder eine App die sinnvollere Lösung ist. Dies könnte beispielsweise anhand des Themas, der Zielgruppe, des Nutzungskontexts oder der Geräteeigenschaften begründet werden. Auch die Ausgabenhöhe für die Umsetzung als responsive Internetseite oder als App sollte in den Überlegungen berücksichtigt werden. Bei Apps ist darüber hinaus zu begründen, warum diese auf den ausgewählten Endgeräten (Smartphone, Tablet) und mit den ausgewählten Betriebssystemen (iOS, Android) verfügbar sein sollten.

Anschließend ist zu erläutern, welche Module, Rubriken oder Inhalte mobilfähig werden sollen und warum. Eine Förderung der Umrüstung der gesamten Internetseite auf eine auch zur Wiedergabe auf mobilen Endgeräten bestimmte Version kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn weiterhin Bedarf für sämtliche Inhalte und Funktionen der Internetseite besteht, die Inhalte aktuell noch von Bedeutung sind und sämtliche Inhalte und Funktionen die deutsche Landschaft im Bereich Kindermedien weiterhin nachhaltig bereichern.

Mehrsprachigkeit:

Für die Herstellung oder den Ausbau von Mehrsprachigkeit ist zunächst dezidiert zu darzulegen, warum die Übersetzung in die gewählte(n) Fremdsprache(n) eine sinnvolle Erweiterung der bestehenden Internetseite ist. Dies könnte beispielsweise anhand des Themas, der Zielgruppe oder des Nutzungskontexts begründet werden.

Anschließend ist zu erläutern, welche Module, Rubriken oder Inhalte übersetzt werden sollen und warum. Eine Förderung der Übersetzung der gesamten Internetseite kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn weiterhin Bedarf für sämtliche Inhalte und Funktionen besteht und diese Inhalte und Funktionen die deutsche Landschaft im Bereich Kindermedien weiterhin nachhaltig bereichern.

 

17. Wie dürfen die Angebote kommerziell verwertet werden?

Um die nachhaltige Finanzierung der geförderten Internetseiten zu gewährleisten, sollten im Fall einer weitgehenden Neuprogrammierung der Internetseite im Rahmen der Förderung möglichst kindgerechte Werbeformen technisch berücksichtigt werden. Die Entscheidung über die Nutzung von Werbung als Einnahmequelle ist dabei selbstverständlich unter Berücksichtigung des Themas, der Zielgruppe und der Zielsetzung des Angebots zu treffen.

Die einschlägigen jugendmedienschutzrechtlichen Vorgaben, insbesondere das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), sind zu beachten. Werbung ist eindeutig als solche zu kennzeichnen und deutlich vom redaktionellen Inhalt der Seite zu trennen, z.B. über farbliche Abgrenzung und Platzierung. Entsprechendes gilt für Sponsoring. Product Placement ist untersagt.

Geförderte Internetseiten müssen grundsätzlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Geförderte Apps können gegen ein angemessenes Entgelt angeboten werden. In diesem Fall ist bei Antragstellung anzugeben, wie hoch das Entgelt sein soll und ob es sich um eine einmalige oder regelmäßige Zahlung (Abomodell) handelt. Zudem ist die Angemessenheit des Betrags kurz zu begründen.

 

18. Wie ist die Nachhaltigkeit des Angebots darzulegen?

Zu den angebotsbezogenen Voraussetzungen für die Förderung gehört laut Nr. 4 Abs. 2 der „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative ,Ein Netz für Kinder‘“, dass die/der Betreiber/in tragfähig begründen kann, dass und in welchem Maße die Herstellung oder der Ausbau von Mobilfähigkeit oder Mehrsprachigkeit die Bekanntheit und die Vermarktungschancen des Angebots nachhaltig erhöhen dürfte.

Folglich sollte im Antragsformular dargestellt werden, wie das Angebot mindestens in den nächsten drei bis fünf Jahren weitergeführt, bekannt gemacht und vermarktet werden soll, um eine nachhaltige Verfügbarkeit und Nutzung sicherzustellen. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur die Erhaltung des Status Quo, sondern die Umsetzung ggf. erforderlicher redaktioneller, grafischer und technischer Anpassungen an aktuelle Entwicklungen zur Qualitätssicherung. Zu berücksichtigen sind unter anderem die folgenden Punkte:

  • Personelle Betreuung durch die/den Betreiber/in, ihre/seine Angestellten oder externe Dienstleister, darunter sowohl die redaktionelle Pflege und Aktualisierung der Inhalte und ggf. geplante Erweiterung der Inhalte als auch die technische Pflege und Aktualisierung mit der Wartung, dem Einspielen von Updates etc.
  • Bekanntmachung durch Öffentlichkeitsarbeit und Marketing allgemein und insbesondere durch Suchmaschinenoptimierung und Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit in verschiedenen Appstores
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit fragFINN, weiteren kindgerechten digitalen Angeboten oder sonstigen Kooperationspartnern
  • Weitere Finanzierung, geplante Einnahmequellen, geschätzte zu erwartende Ausgaben und Einnahmen pro Jahr, weiterer Betrieb in Eigenregie oder mit Partnern

Hinsichtlich der Erhöhung der Bekanntheit und der Vermarktungschancen des Angebots durch die beantragte Maßnahme könnten beispielsweise Maßnahmen zur Erschließung neuer Zielgruppen und damit die Vergrößerung der Reichweite berücksichtigt werden.

Alle Angaben sind so detailliert wie möglich zu machen. Schätzwerte zu Ausgaben und Einnahmen, Nutzerzahlen u.Ä. sind zu erläutern.

 

19. Was sind Webanalyse-Tools und warum müssen sie berücksichtigt werden?

Webanalyse-Tools sind Programme, die die Nutzung von Internetseiten erfassen und auswerten (Web Analytics, Web Controlling). Zu den analysierten Daten gehören beispielsweise Visits, Unique User, Verweildauer und besuchte Unterseiten. Ziel ist das Ableiten von Maßnahmen zur Optimierung der Internetseite und zur Erhöhung der Auffindbarkeit durch Suchmaschinen. Auch für die etwaige kommerzielle Verwertung liefern Webanalyse-Tools wichtige Erkenntnisse.

Da eine Voraussetzung für die Förderung der Nachweis der durchschnittlichen Anzahl der Visits pro Monat in der Vergangenheit ist, ist der Einsatz von Webanalyse-Tools für die Antragstellung relevant.

Zudem sind laut den „Förderrichtlinien der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten im Rahmen der Initiative ,Ein Netz für Kinder‘“ geeignete Webanalyse-Tools bei der Neuprogrammierung von Internetseiten vorzusehen, die belastbare Ergebnisse zur Nutzung und zum Erfolg des überarbeiteten und erweiterten Angebots liefern. Diese Angaben werden für die Erfolgskontrolle durch die BKM als Fördermittelgeberin benötigt.

Beim Einsatz von Webanalyse-Tools ist sicherzustellen, dass die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere das Telemediengesetz (TMG) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), beachtet werden. Zu beachten ist unter anderem, dass die Tools verkürzte IP-Adressen verwenden und dass die Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenauswertung durch die Tools auf den Internetseiten in einer Datenschutzerklärung transparent gemacht werden. Es gilt stets der Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit.

 

20. Wie sollen die geförderten Internetseiten mit fragFINN vernetzt werden?

Die Internetseiten sollten so gestaltet sein, dass sie möglichst den inhaltlichen und formalen Kriterien für die Whitelist von fragFINN entsprechen und in den sicheren Surfraum für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aufgenommen werden können, sofern sie nicht bereits Teil der Whitelist sind.

Die Kriterien beziehen sich unter anderem auf Inhalt, Pflege und Redaktion, nutzergenerierte Inhalte, Spiele, Werbung, Shops, Impressum und Datenschutz. Der Kriterienkatalog und die Papiere zur Prüfpraxis von fragFINN stehen hier zum Download bereit.

Bei der technischen Umsetzung ist zu beachten, dass fragFINN nur Internetseiten in die Whitelist aufnimmt, bei denen alle Module, Rubriken und Inhalte für Kinder geeignet sind. Für die Ausspielung über die Kindersuchmaschine ist es daher erforderlich, dass die Internetseiten über eine eigenständige Domain verfügen und nicht lediglich über ein Unterverzeichnis kindgerechte Inhalte zugänglich gemacht werden.

Im Antragsformular ist auf die Einhaltung der Kriterien für die Whitelist und die geplante Vernetzung mit fragFINN einzugehen.

 

21. Wie aktuell sollten die beigefügten Unterlagen zur Bonitätsprüfung sein?

Die Auszüge aus dem Handelsregister oder Vereinsregister sollten maximal ein Jahr alt sein. Die einfachen Bankauskünfte sollten maximal einen Monat alt sein.

 

22. Wie werden die zu fördernden Projekte ausgewählt?

Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt durch eine fachkundig und geschlechterparitätisch besetzte fünfköpfige Vergabejury im Rahmen einer Fördersitzung. Die Vergabejury schlägt die ausgewählten Projekte der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung vor. Die BKM entscheidet anschließend über die Förderung.

 

23. Wann und wie wird die Förderung ausgezahlt?

Die bewilligten Fördermittel werden entsprechend dem im Zuwendungsbescheid ausgewiesenen prozentualen Anteil ausgezahlt. Sie können nur anteilig mit den eigenen Finanzmitteln und etwaigen Drittmitteln in Anspruch genommen werden.

Die Auszahlung erfolgt auf Anforderung entsprechend dem Bedarf der/des Zuwendungsempfängers/in. Das heißt, die Fördermittel werden ausgezahlt, nachdem die Rechnungen eingegangen und bevor sie zu bezahlen sind. Das Formular zur Mittelanforderung erhalten die Zuwendungsempfänger/innen mit dem Zuwendungsbescheid.

Die Fördermittel können nur innerhalb des Bewilligungszeitraums und nur auf ein separates Projektkonto ausgezahlt werden. Die Fördermittel sind innerhalb von sechs Wochen ab dem Eingang auf dem Projektkonto zu verausgaben.